Erfolgreiche TG-Bogensportler bei Württembergischer Landesmeisterschaft

Bogenschützen stellen neue Landes- und Deutsche Rekorde auf

Was für ein Freudentag für die Bogensportler der TG Biberach: Die Landesmeisterschaften am Wochenende vom 06. und 07. Juli in Welzheim! Noch vor gut einem Monat schoss die Mannschaft der Senioren auf der Bezirksmeisterschaft Oberschwaben in Brochenzell einen neuen deutschen Rekord in der Mannschaft. Dieser wurde jedoch nicht als solcher anerkannt, weil der Veranstalter den Wettkampf nicht offiziell als rekordberechtigt angemeldet hatte. Damals war die Freude der TG’ler zunächst riesengroß, weil am Vortag die schärfsten Konkurrenten und amtierenden Deutschen Meister der SGi Welzheim bei ihrer Bezirksmeisterschaft auf ihrem Bogenplatz einen sehr guten neuen Deutschen Rekord mit 1780 Ringen geschossen hatten. Und genau den hatten die Biberacher mit 1834 Ringen bereits einen Tag später deutlich geknackt – leider ohne die offizielle Anerkennung und somit ohne Gültigkeit. Man brannte auf eine Revanche an den Landesmeisterschaften zu denen die Biberacher bei den Welzheimern auf deren Platz antreten mussten.

Das Wetter versprach optimale Wettkampfbedingungen bei etwas Bewölkung, jedoch war bereits beim Einschießen ein kurzer Regenschauer niedergegangen. Das sollte aber die letzte Störung sein. Der Wettkampf begann pünktlich und die einzelnen Teilnehmer der TG Bogensportgruppe starteten durchwachsen. So begann Sandro Castrignanò bei den Herren durchaus stark und konnte den ersten Durchgang mit guten 282 Ringen abschließen. Wie viele Mitschützen konnte auch er im zweiten Durchgang dieses Ergebnis mit jetzt 267 Ringen nicht halten. Für ihn zählte am Ende ein bemerkenswerter Platz 35 im Mittelfeld mit 549 Ringen. Bei den Herren Masters konnte Edwin Herzig im ersten Durchgang mit 290 Ringen sehr gut punkten – in der zweiten Hälfte war er mit 275 Ringen nicht mit sich zufrieden. Die Gesamtringzahl von 565 Ringen war am Ende ein guter 25. Rang.

Das zu erwartende spannende Duell und dessen Ausgang zwischen den auch im Einzelwettbewerb startenden Mannschaften der Seniorenklasse war zu Beginn des Wettkampfes durchaus gegeben. In den ersten Passen (je 6 Pfeile) des ersten Durchganges hielten sich die Mannschaften noch die Waage, mit leichten Vorteilen für die Biberacher Bogenschützen. Von Passe zu Passe wurden in zunächst kleinen Schritten die Abstände größer und größer. Nach Ende des ersten Durchganges und geschossenen 36 Pfeilen lagen die Biberacher mit Radmila Schilling (306 Ringe), Hans Süßmuth (303) und Günter Schilling (327) dann doch schon deutlich vor den Welzheimern und amtierenden Rekordhaltern. Das Halbzeitergebnis lautete 936 Ringe für die TG’ler zu 891 Ringen für die Welzheimer. Bereits hier war abzusehen, dass bei gleichem Schießverhalten die Welzheimer ihren vor Wochen erzielten Deutschen Rekord zwar bestätigen können, dass aber die Biberacher diesen mindestens gefährden oder verbessern würden. Mit ein paar Superpassen der Biberacher zu Beginn der zweiten Hälfte war dann schnell klar, dass der alte Rekord der Welzheimer nicht nur fallen, sondern sogar deutlich verbessert werden wird. Durchhalten und das Niveau sichern galt dann für die letzten Passen mit denen Radmila Schilling (315), Hans Süßmuth (302) und Günter Schilling (334) die zweite Hälfte des Wettkampfes abschließen konnten. Damit stand fest, dass der alte Rekord deutlich übertroffen wurde. Mit einem Gesamtergebnis von sagenhaften 1887 Ringen, damit neuem Württembergischen und Deutschen Rekord, schlugen die TG Bogensportler die zunächst favorisierte Mannschaft und amtierenden Deutschen Meister aus Welzheim (1796) überdeutlich.

Im Einzel erreichte Hans Süßmuth mit 605 Ringen den 5. Rang. Er lag nur winzige zwei Ringe hinter einem Platz auf dem Podest. Günter Schilling konnte seinen württembergischen Rekord von vor zwei Jahren deutlich steigern und sicherte sich mit seinen fantastischen 661 Ringen nicht nur die beste Tagesringzahl, sondern auch erneut den Titel des württembergischen Meisters. Radmila Schilling holte sich mit 621 Ringen souverän den Titel der Landesmeisterin. Ihr Ergebnis ist nicht nur württembergischer, sondern zugleich auch neuer Deutscher Rekord.

Für alle drei waren diese Ergebnisse die jeweilige persönliche Bestleistung in einem Wettkampf. Und es ist sicher, dass mit diesen Ergebnissen die Fahrkarten zur Deutschen Meisterschaft Anfang August in Berlin gelöst sind.

 

v.l.n.r.: Edwin Herzig, Hans Süßmuth, Radmilla Schilling, Günter Schilling, Sandro Castrignanò